Die Push-over Analyse von Mauerwerksgebäuden mit promur

promur ermöglicht eine weitgehend automatisierte Durchführung einer solchen Push-over-Analyse von Mauerwerksgebäuden. Als Ersatzsystem für das durch Geschossdecken, Wände und Stützen definierte Gebäude wird ein drei-dimensionales Stabtragwerk erzeugt. Die Geschossdecken werden dabei als in der Ebene starre Scheiben betrachtet. Ein Stabmodell ist nicht nur wesentlich übersichtlicher und schneller in der Berechnung als ein aus Schalenelementen bestehendes FE-Modell, sondern ermöglicht zudem die Anwendung von überlagerten Spannungsfeldern entsprechend der Norm SIA 266-2015 für den Nachweis der Tragsicherheit in den Mauerwerkswänden. 


3D-Stabstatik mit Push-over-Methode.

Sowohl in räumlichen Stabtragwerksmodellen wie auch in 3D Gebäudesimulationen mit Makroelementen ist die Push-over-Analyse integriert.  Das Gebäude für das Berechnungsbeispiel wurde 2015 in Lyss BE erstellt.

Diese Bemessung wurde mit promur erstellt.

Das Gebäude liegt in der Erdbebenzone Z1
Baugrundklasse E
Bauwerksklasse I

– Aktiviertes Mauerwerk
– Ausgewählte Schubwände mit dem Wandsystem Seismur 

Verhaltensbeiwert q = 1.5 

Ergebnis:
x-Richtung: 4 Wände als Wandsystem Seismur ausgebildet
y-Richtung: als Wandsystem Seismur sind die beiden Wände im EG überbeansprucht.

Optimierte Ausführung

x-Richtung
– 4 Wände als Wandsystem Seismur ausgebildet.
– 2 Wände als Wandsystem Seismur (im 2.OG)

y-Richtung
– 4 Wände als Wandsystem Seismur (EG)
– 2 Wände als Wandsystem Seismur (1. + 2. OG)                           

Die Software promur für die Push-over-Analyse von Mauerwerksgebäuden ermöglicht damit eine wesentlich bessere rechnerische Ausnützung des tatsächlich vorhandenen Erdbebenwiderstands von Gebäuden als eine linear elastische Berechnung.